Neu-Delhi : Indien und Finnland haben am Donnerstag im Rahmen von Gesprächen zwischen Premierminister Narendra Modi und dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb in der indischen Hauptstadt ihre bilateralen Beziehungen zu einer strategischen Partnerschaft in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit ausgebaut. Die Entscheidung wurde zu Beginn von Stubbs Staatsbesuch in Indien bekannt gegeben, der vom 4. bis 7. März dauert und ihn zu Treffen in Neu-Delhi und Mumbai führt. Die beiden Staatschefs führten ausführliche Gespräche und wandten sich im Anschluss an ihr Treffen gemeinsam an die Medien.

Die Partnerschaft soll die Zusammenarbeit in zukunftsweisenden Technologien und Bereichen mit Fokus auf Nachhaltigkeit intensivieren. In einer Pressemitteilung nannte Modi Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Künstliche Intelligenz und 6G-Telekommunikation sowie saubere Energie und Quantencomputing. Er kündigte zudem eine Ausweitung der Zusammenarbeit auf Sektoren wie Verteidigung, Raumfahrt, Halbleiter und kritische Mineralien an. Stubb reist mit einer Delegation, der auch die finnische Ministerin für Klima und Umwelt, Sari Multala, und der finnische Arbeitsminister, Matias Marttinen, angehören.
Das indische Außenministerium teilte mit, dass Stubb als Ehrengast die Eröffnungsrede beim 11. Raisina-Dialog hielt, der vom 5. bis 7. März in Neu-Delhi stattfand. In der gemeinsamen Erklärung hieß es, der Besuch habe dem Besuch des finnischen Ministerpräsidenten Petteri Orpo im Februar anlässlich des AI Impact Summit in Indien gefolgt. Die beiden Staats- und Regierungschefs erörterten die Entwicklung sicherer, vertrauenswürdiger und inklusiver künstlicher Intelligenz und hoben die Bedeutung der Technologie für die Vertiefung wirtschaftlicher und institutioneller Beziehungen hervor.
Vereinbarungen und Sektorprioritäten
Beide Seiten unterzeichneten ein Abkommen über eine Migrations- und Mobilitätspartnerschaft. Indien erklärte, diese solle die Migration von Fachkräften erleichtern, da Finnland sich zu einem wichtigen Ziel für indische Experten, insbesondere im Technologie- und Innovationsbereich, entwickle. Zudem erneuerten sie eine im November 2020 erstmals unterzeichnete Absichtserklärung zur Umweltkooperation. Indien gab an, der erneuerte Rahmen umfasse Kooperationsbereiche im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, darunter Bioenergie, Abfallverwertung, Energiespeicherung, flexible erneuerbare Energiesysteme, grüner Wasserstoff sowie Wind-, Solar- und Kleinwasserkraft.
Eine separate Absichtserklärung zur Zusammenarbeit in der amtlichen Statistik wurde unterzeichnet, um den Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren zu fördern. Indien und Finnland kündigten zudem gemeinsame Forschungsaufrufe im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem indischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie und der finnischen Innovationsförderagentur Business Finland an. Die beiden Regierungen gaben bekannt, eine branchenübergreifende Arbeitsgruppe zur Digitalisierung einzurichten, um die Zusammenarbeit bei Zukunftstechnologien wie 5G, 6G, Quantenkommunikation, Hochleistungsrechnen, Quantencomputing und Künstlicher Intelligenz voranzutreiben.
Handel, Innovation und 6G-Kooperation
In ihrer gemeinsamen Erklärung begrüßten die Staats- und Regierungschefs den Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen Indien und der Europäischen Union beim EU-Indien-Gipfel am 27. Januar 2026 und erklärten, es könne neue Möglichkeiten für Handel, Investitionen und technologische Zusammenarbeit eröffnen. Sie riefen die Unternehmen dazu auf, die durch das Abkommen entstehenden Chancen zu nutzen, und betonten, das Ziel müsse es sein, den Wert des derzeitigen Handels zwischen Indien und Finnland bis 2030 zu verdoppeln. Die Staats- und Regierungschefs nahmen die Anwesenheit einer großen finnischen Wirtschaftsdelegation während des Besuchs zur Kenntnis.
Beide Seiten kündigten die Gründung einer gemeinsamen Task Force für 6G an, die die Forschung der Universität Oulu in Finnland mit der indischen Bharat 6G Alliance verknüpft. Sie vereinbarten außerdem, die Vernetzung ihrer Startup-Ökosysteme durch einen indisch-finnischen Startup-Korridor zu vertiefen. Dazu gehört die Teilnahme indischer Startups an der Slush-Konferenz in Helsinki und finnischer Startups am Startup Mahakumbh in Neu-Delhi . Indien und Finnland gaben bekannt, 2026 gemeinsam das Weltforum für Kreislaufwirtschaft in Indien auszurichten. Beteiligt sind das indische Umweltministerium und der finnische Innovationsfonds Sitra. Zudem sollen die Außenministerien einen konsularischen Dialog aufnehmen. – Von Content Syndication Services .
Der Beitrag „Indien und Finnland unterzeichnen Abkommen über Mobilität, Umwelt und Statistik“ erschien zuerst auf Dublin Pioneer .
